Geschichte

Vorwort zur zweiten Auflage vom Mai 2011

Vor ziemlich genau sieben Jahren, im April 2004, schrieb ich den ersten Teil der nun folgenden Bandgeschichte der Rockabilly Mafia. Anlass war damals der neue Internetauftritt. Ich hatte die ziemlich naive Vorstellung, dass damit alles wesentliche gesagt sei. Naja, Pustekuchen. Wen interessiert im Internet irgendwas nach Zeile zehn einer Seite?

...so dachte ich jedenfalls, bis mich eine Bekannte ansprach, die sich durch das Ganze durchgequält hatte und es für gut befand. Wahrscheinlich, weil ihr Bruder vorkommt. Auch der Authentizitätsexkurs wurde damals ziemlich stark kommentiert, positiv wie negativ. Auch gut. Als die Webside nun wortwörtlich in die Jahre kam und ein komplette Relaunch unumgänglich wurde, habe ich mich mit der Story aber doch schwer getan:

Zunächst habe ich überlegt, ob ich nicht alles neu schreiben solle, die Orginaldatei war sowieso beschädigt und ich musste alles noch mal abschreiben. Ich habe mich dagegen entschieden und alles so gelassen, wie es war. Der Text ist meiner Meinung nach nämlich lesbar geblieben, wenn auch heute vielleicht schwerer zu konsumieren. Die vielen, zuweilen grotesken Veränderungen der RocknRoll-Szene in den letzten Jahren lassen eine Band wie uns wohl ziemlich orthodox und altmodisch erscheinen. Wir passen nicht so recht in diese ganz anderen Moden und Stilelementen verhafteten 10er Jahre des neuen Jahrtausends. Aber in Wirklichkeit war das eigentlich schon immer so, denn auch in den 80ern waren wir natürlich voll neben der Spur mit deutschsprachigem Rockabilly. Später in den 90ern waren wir dann zu “Neo-Billy”, zu wenig “British”, dann sogar zu “Oldschool”, zu hart, zu lau, zu laut, zu irgendwas. Tja, und das machen wir nun schon über 25 Jahre, und wir werden nie damit aufhören. Der Frühling ist vorbei, die Haare gehen, die Wampe kommt...

Mir doch egal.
...und nun ins Jahr 1985, gesehen aus dem Blickwinkel des Jahres 2004...